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    Giselle Lebrun

ISBN: 84-95136-44-9
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Vergiss nicht zu leben

Número de páginas: 298
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Por: Giselle Lebrun

“Es schien alles in Ordnung, doch bei jeder Gelegenheit zeigte Hans’ Vater, wer der Herr im Hause war. Ein Krankenhausaufenthalt seiner Frau verdeutlichte

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“Es schien alles in Ordnung, doch bei jeder Gelegenheit zeigte Hans’ Vater, wer der Herr im Hause war. Ein Krankenhausaufenthalt seiner Frau verdeutlichte Lisa seine Machtansprüche auf besondere Art. Sie hatte sich überreden lassen, den Haushalt zu übernehmen, zu kochen, zu waschen und die Wohnung instand zu halten. Es war fast aussichtslos, den Herren der Schöpfung etwas recht zu machen. Der Vater versuchte, sie zu tyrannisieren, wo er nur konnte. Er ließ die Asche seiner Zigarette mitten in der Küche fallen und verlangte, dass sie den ‘Unrat‘, wie er die Asche nannte, sofort beseitigen sollte. Lisa war empört und geriet mit ihm in einen heftigen Streit, wobei seine Söhne die Partei ihres Vaters ergriffen. Sie hatte es gut gemeint, aber nun warfen sie ihr an den Kopf, dass sie vom Kochen und Haushalt keine Ahnung habe und man sie in der familie nicht gebrauchen könnte.”

ISBN: 84-95136-44-9
REF: AQ15
Editor: Editorial Alhulia
Fecha de publicación: 2000
Número de páginas: 298

Das Schicksal Lisas, der Frau, deren Leben über vier Jahrzehnte diese Biografie aufzeichnet, ist das einer Frau, deren "Opfersyndrom" sie von einem Verhängnis ins nächste noch ärgere stolperm lässt. Ein Lebensablauf also, der in seiner scheinbaren Zwangsläufigkeit als typisch gedeutet werden kann für eine Frau zufolge der Rollenverteilung in der Gesellschaft.

Nun spielt sich dieses Frauenschicksal aber in der Bundesrepublik ab, und zwar hauptsächlich in der Zeit zwischen 1950 und 1980, in einer Zeitspanne also, in der angeblich grundlegende Wandlungen der deutschen Gesellschaft stattfanden. Gab es diese Wandlungen tatsächlich? in den Verhältnissen, mit denen Lisa sich abmüht fertig zu werden, gab es jedenfalls, keine. Die Menschen ihrer Verwandtschaft, Freundschaft, Nachbarschaft bleiben unberrührt von "deutschen Wirtschaftswunder" , von der "68er-Revolte", ja überhaupt von jeglicher politischen oder gesellschaftlichen Beeinflussung. Dabei gehören sie alle keineswegs einer Unterschicht an. Lisa selbst ist immerhin achtzehn Jahr lang Fotolaborantin in ein und derselben Firma und wird in dieser Abteilungsleiterin. Die ausschlaggebenden Faktoren des Labenszuschnitts dieser Menschen sind: Die Verhältnisse in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, zu den Freunden inner- und ausserhalb von Vereinen.

“Vergiss nicht zu leben”

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