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Giselle Lebrun

Das Schicksal Lisas, der Frau, deren Leben über vier Jahrzehnte diese Biografie aufzeichnet, ist das einer Frau, deren “Opfersyndrom” sie von einem Verhängnis ins nächste noch ärgere stolperm lässt. Ein Lebensablauf also, der in seiner scheinbaren Zwangsläufigkeit als typisch gedeutet werden kann für eine Frau zufolge der Rollenverteilung in der Gesellschaft.

Nun spielt sich dieses Frauenschicksal aber in der Bundesrepublik ab, und zwar hauptsächlich in der Zeit zwischen 1950 und 1980, in einer Zeitspanne also, in der angeblich grundlegende Wandlungen der deutschen Gesellschaft stattfanden. Gab es diese Wandlungen tatsächlich? in den Verhältnissen, mit denen Lisa sich abmüht fertig zu werden, gab es jedenfalls, keine. Die Menschen ihrer Verwandtschaft, Freundschaft, Nachbarschaft bleiben unberrührt von “deutschen Wirtschaftswunder” , von der “68er-Revolte”, ja überhaupt von jeglicher politischen oder gesellschaftlichen Beeinflussung. Dabei gehören sie alle keineswegs einer Unterschicht an. Lisa selbst ist immerhin achtzehn Jahr lang Fotolaborantin in ein und derselben Firma und wird in dieser Abteilungsleiterin. Die ausschlaggebenden Faktoren des Labenszuschnitts dieser Menschen sind: Die Verhältnisse in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, zu den Freunden inner- und ausserhalb von Vereinen.

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